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Stille Nacht – Landesausstellung

European Year of Cultural Heritage 2018 - Europäisches Kulturerbejahr 2018

Stille Nacht – Landesausstellung

29. September 2018 - 23. Februar 2019

Veranstaltungsort: Salzburg, Tirol, Oberösterreich

Veranstalter: Stille Nacht 2018 GmbH


Ausstellungsplakat © Stille Nacht 2018 GmbH Museum Hallein
© Stille Nacht 2018 GmbH Museum Hallein

Österreichs Friedensbotschaft an die Welt

Am Heiligen Abend 1818 war das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ erstmals zu hören. Textautor Joseph Mohr und Komponist Franz Xaver Gruber führten es in der Kirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg auf. Bereits zur nächsten Jahrhundertwende hatte das Lied seinen Weg um die Welt gemacht. Bis heute ist es in mehr als 300 Sprachen übertragen worden.

Diese einzigartige Erfolgsgeschichte steht im Mittelpunkt der Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ von 29. September 2018 bis 3. Februar 2019. Die Besucher sind eingeladen, sich auf eine ganz besondere Spurensuche rund um die beiden Schöpfer, die Entstehung und Verbreitung des Liedes, das historische Umfeld, die friedensstiftende Kraft des Liedes, sowie dessen Mythisierung und Instrumentalisierung zu machen.

Die insgesamt sieben Salzburger Museen und Orte Stadt Salzburg, Oberndorf, Arnsdorf, Hallein, Mariapfarr, Wagrain, Hintersee sowie Hochburg-Ach in Oberösterreich und Fügen im Tiroler Zillertal zeigen unterschiedlichste Facetten rund um das Lied und dessen Schöpfer. Erleben Sie ein großes spannendes Kaleidoskop!

 

 

„Stille Nacht 200 – Geschichte Botschaft Gegenwart“

In Salzburg verbrachte Joseph Mohr seine Kindheit und Studienzeit. Im Taufbecken des Salzburger Domes wurde er getauft.

Die Sonderausstellung behandelt die Geschichte, Botschaft und Gegenwart des weltberühmten Liedes. Die Ausstellung ist - den sechs Liedstrophen entsprechend - in sechs Themen unterteilt: Von der Entstehungsgeschichte über die Lebenswege der Schöpfer Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber bis hin zur Überlieferung und Verbreitung des Liedes und seiner politischen und kommerziellen Instrumentalisierung.

(c) http://www.salzburgmuseum.at

© http://www.salzburgmuseum.at

 

„Die Botschaft von Stille Nacht“

Am 24. Dezember 1818 erklang „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in der Kirche St. Nikola das erste Mal. Dort, wo die Kirche stand, erinnert heute die Stille-Nacht-Kapelle an diesen historischen Moment.

Gleich daneben, im Stille-Nacht-Museum, lassen sich die Liedentstehung, die Verbreitung in alle Welt und die Umstände, unter denen das Lied entstand, sowie die Bedeutung des Liedtextes und die darin erhaltene Friedensbotschaft eindrucksvoll nachvollziehen. Joseph Mohrs Verbindung zu den Oberndorfer Schiffern, deren Lebensumstände und die Bedeutung der Salzachschifffahrt sowie die geopolitische Umbruchszeit bilden den historischen Kontext.

Stille Nacht Kapelle / Oberndorf © Salzburger Land Tourismus

Stille Nacht Kapelle / Oberndorf © Salzburger Land Tourismus

 

„Franz Xaver Gruber: Lehrer, Mesner und Organist in Arnsdorf“

Mehr als zwanzig Jahre, von 1807 bis 1829, wirkte Franz Xaver Gruber als Lehrer in Arnsdorf. Hier, im ältesten noch verwendeten Schulhaus Österreichs, dürfte er die Melodie komponiert haben. Grund genug einmal der Frage nachzugehen, wie der Schulbetrieb Anfang des 19. Jahrhunderts unter dem Lehrer Franz Xaver Gruber eigentlich ablief. Die authentische Atmosphäre lässt den Schulalltag vor 200 Jahren lebendig werden und in die Zeit Grubers eintauchen.

Lehrerpult / Arnsdorf © Stille Nacht Museum Arnsdorf

Lehrerpult / Arnsdorf © Stille Nacht Museum Arnsdorf

 

„Dem Komponisten begegnen – Franz Xaver Gruber“

28 Jahre lang lebte Franz Xaver Gruber (1787 – 1863) mit seiner Familie in Hallein: Der Komponist war von 1835 bis 1863 in der Salinenstadt als Chorregent, Organist der Stadtpfarrkirche und Stiftungsverwalter tätig und fand hier seine letzte Ruhestätte. In Hallein komponierte er zahlreiche Werke, unter anderem die „Halleiner Fassung“ von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und über 90 Messen. Die von ihm und seinem Sohn Franz gegründete „Halleiner Liedertafel 1849“ besteht bis heute.

Zu sehen sind die Stille-Nacht-Autographen II, IV und V, die Authentische Veranlassung, Grubers Tagebuch, Musikinstrumente, Briefe, Porträts sowie Mohrs Gitarre.

Autograph

Autograph, © SalzburgerLand Tourismus GmbH

Innenarchitektur des neuen Stille Nacht Museum Hallein, © Rendering von March Gut

Innenarchitektur des neuen Stille Nacht Museum Hallein, © Rendering von March Gut

 

„Wallfahrt / Frieden / Joseph Mohr“

Im Jahr 1816 verfasste der damals erst 24-jährige Jungpriester Joseph Mohr in Mariapfarr den Text zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Das aus Anlass des Jubiläums neu gestaltete Museum zeigt das Thema „Wallfahrt“ und den Zusammenhang zu „Stille Nacht“ in verschiedenen Facetten. Es bereitet „den Weg“ auf verschiedene Weise auf - vom Lebensweg Joseph Mohrs und den schwierigen Lebensverhältnisse dieser Zeit, über den inneren und individuellen Weg jedes Einzelnen bis zu den Schätzen, die ihren Weg in das Museum gefunden haben. Darunter sind Kostbarkeiten aus dem Besitz der Pfarrkirche Mariapfarr. Sie stammen aus der Zeit der Hochblüte der Wallfahrt, und es ist anzunehmen, dass auch Joseph Mohr sie in Händen hielt.

Wallfahrt ist unmittelbar verbunden mit Aufbruch und Loslassen, Orientierung, sich auf den Weg begeben und Ankommen. Wallfahrt ist letztlich Friedenssuche.

 

„Über den Tellerrrand geschaut - kulinarische Stille Nacht (in Europa)“

Von 1837 bis 1848 wirkte Joseph Mohr als Vikar in Wagrain, kümmerte sich um Kirche und Seelsorge, Armenfürsorge und Schulwesen.

Das neue Museum im Pflegerschlössl, ein Architekturjuwel im barocken Stil,

präsentiert die wenigen originalen Zeugnisse, die Joseph Mohr hinterlassen hat, und geht auf Fragen zur Bedeutung und Wirkung des Liedes mit modernen Präsentationstechniken und Mitmachstationen ein. Die Besucher können der Melodie des Weihnachtsliedes in verschiedenen Sprachen und unterschiedlicher Instrumentierung lauschen. Für die Kinder ist der interaktive Globus ein Erlebnis, während die Erwachsenen dazu eingeladen sind, sich mit dem Wert von Ruhe und Stille auseinander zu setzen.

Pflegerschlössl / Wagrain © Stille Nacht Museum Wagrain

Pflegerschlössl / Wagrain © Stille Nacht Museum Wagrain

 

Joseph Mohr wirkte von 1827 bis 1837 als Pfarrvikar im damals sehr ärmlichen Hintersee, wo er sich besonders der Schulbildung der Bauernkinder annahm. Von der 2016 errichteten Joseph-Mohr-Gedächtniskapelle führt ein Themenweg zu Klanginstallationen inmitten der Natur.

Joseph Mohr Kapelle / Hintersee © Tourismus Fuschelseeregion

Joseph Mohr Kapelle / Hintersee © Tourismus Fuschelseeregion

 

„Franz Xaver Grubers Jahre in Hochburg“

An jener Stelle, wo sich einst das Geburtshaus des Komponisten befand, steht heute das „Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus“, das im Alter, in der Bauweise und Größe und vor allem im Aussehen dem Geburtshaus ganz ähnlich ist und in die Jugendjahre des Webersohnes entführt. Die Einrichtung entspricht dem Lebensstil einer kleinbäuerlichen Familie am Ende des 18. bzw. 19. Jahrhunderts mit dem originalen Webstuhl der Familie Gruber, auf dem der junge Franz Xaver das Weberhandwerk erlernte. Als Leihgabe der Stadt Burghausen ist ein Hammerklavier ausgestellt, welches dem Chorregenten Hartdobler gehörte und auf dem Gruber unterrichtet wurde.

Hier nimmt seit 2012 auch der Friedensweg seinen Anfang. Fünf drei Meter hohe Bronzeskulpturen, sie stellen Engelsflügel dar, tragen das Lied „Stille Nacht“ in alle fünf Kontinente der Erde hinaus.

Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus © OnFocus, fxgruber.at

Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus © OnFocus, fxgruber.at

 

„Klang der Alpen“

Es waren Tiroler Wanderhändler, Spaßmacher, Tänzer und Sängerfamilien – vorwiegend aus dem Zillertal –, die das einfache Volkslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“! und zahlreiche weitere Lieder und alpine Kultur in die USA und bis St. Petersburg getragen haben. Die Sonderschau im Schloss Fügen geht der weltweiten Verbreitung nach und zeigt Geburt und Entwicklung des „Tales der Musik“.

Das Heimatmuseum in der Widumspfiste beherbergt wiederum die weltweit größte Schallplattensammlung des Liedes und lässt die Reisen der Rainer-Sänger in die Welt nachvollziehen.

Ur-Rainer © Heimatmuseum in der Widumpfiste

Ur-Rainer, © Museum in der Widumspfiste

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